Update: In Labakoreh 2008

Im Jahr 2008 trat die Vereinsvorsitzende Monika Thomsen mit acht weiteren Gambiafreunden die Reise ins kleinste Land Afrikas an. Für die Familie Krug, die seit vier Jahren die Patenschaft für das an Rachitis erkrankte Mädchen Mariama übernimmt, war es der erste Besuch in Afrika.

Während des kurzen Aufenthaltes vom 22. April bis 1. Mai 2008 wollten die Mitglieder und Freunde des Vereins viel schaffen. So ging es gleich am ersten Tag früh in „unser“ Dorf Labakoreh, um die Bewohner wieder zu sehen, sich ein Bild von der aktuellen Lage zu machen und die nächsten organisatorischen Schritte zu überlegen.

Der Zustand des Gesundheitszentrums erfreute uns sehr: inzwischen sind die Innenräumen gefliest und jeden Montag werden die Bewohner Labakorehs und der angrenzenden Dörfer dort ärztlich versorgt. Ein Dorfbewohner achtet auf Sicherheit und Sauberkeit in dem Gebäude. In den nächsten Tagen wurden noch ein Tisch, Stühle und Babybetten organisiert und damit die Spende der Reha-Klinik Lohmen und weiteren privaten finanziellen Mitteln sinnvoll investiert.

Station von innen

Sprechstunde

Außerdem begannen die Arbeiten an den Sanitäranlagen: für zwei Toiletten und eine Dusche, die direkt vom Krankenzimmer aus erreichbar sein sollen, wurde eine große Grube ausgehoben und die Vereinsfreunde besorgten Zement, Steine und Wellblech für den weiteren Ausbau. Mit jedem Tag vor Ort waren sichtbare Fortschritte der Bauarbeiten an der Krankenstation zu erkennen.

Grube WC

Grube WC

Die gesponserten Medikamente sowie Verbandsmaterialien von diversen Apo-theken aus Güstrow und Bützow wurden den Krankenpflegern und der Ärztin Sally, die das Gesundheitszentrum betreut, übergeben.

Medikamentenübergabe

Erfreulich war auch, den Kindern, die „unseren“ Kindergarten besuchen, zu zuhören, wie sie singend Englisch lernten. Die Aufregung und Neugier der Kleinen war groß, als sie uns bemerkten. Auf dem Gelände des Kindergartens konnte dank der Bereitstellung der finanziellen Mittel durch den Rotary-Club Stavenhagen ein neuer Pumpenkopf für den Brunnen montiert werden. Ebenfalls wurden zwei Toilettentürrahmen erneuert, die im Laufe der letzten sieben Jahre von Termiten zerfressen wurden.

Pumpe

Mit vielen fleißigen Helfern des Dorfes wurde außerdem an einem Vormittag die vordere Außenwand der Vorschule neu gestrichen – natürlich mit größter Vorsicht um die bunten Bilder der Kinder herum. Des Weiteren erhielten die beiden Lehrkräfte der Vorschule ihre Gehälter.

Streichen

Jeder einzelne Schritt zum Einsatz der Spenden, die der Verein gesammelt hat, wurde mit Labakorehs Bürgermeister, Lehrern „unserer“ Vorschule, Krankenpflegern des Gesundheits- zentrums und weiteren Gemeindemitgliedern besprochen und gemeinsam geplant.

Ein besonderes Ereignis der diesjährigen Reise nach Gambia war der Besuch von Simone und Frank Krug mit ihren beiden Töchtern bei ihrem Patenkind Mariama zu Hause. Der Vater des Mädchens überreichte der Familie Krug einen Dankesbrief, der sie zu Tränen rührte. Gemeinsam mit Mariama und ihrem betreuenden Lehrer aus Labakoreh besuchten die Krugs den Arzt Dr. Emanuel, der die Achtjährige behandelt, in Banjul. Wenn Mariama volljährig ist, sollen ihre Beine ganz gesund sein, so die Prognose des Arztes. Schon die Behandlung der letzten vier Jahre schlägt gut an und dem Mädchen fällt das Gehen schon sichtlich leichter.

Simone und Mariama

Die Krugs bei Mariamas Familie

Arztbesuch

Auch in diesem Jahr durfte das Strandfest für die Kinder „unserer“ Vorschule, das inzwischen zur Tradition geworden ist, nicht fehlen. Die Kleinen genossen den Nachmittag am Strand, waren wie immer kaum zu bremsen und tobten ausgelassen im Wasser umher.

Was noch fehlt:

  • Dringend wird ein dritter Klassenraum benötigt.
  • Weitere Ausstattung der Gesundheitsstation: verschließbare Schränke für Medikamente, Liegen, etc.
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