Frauen und Kinder

Die Frauen

 

 

 

 

In der gambianischen Polygamie herrscht Gütertrennung. Die Frau haben ihren persönlichen Besitz, oftmals ein eigenes Feld und meist ihre privaten Handelsgeschäfte. Der Handel verschafft ihnen wirtschaftliche Unabhängigkeit vom Mann und damit ein hohes Maß an Freiheit. Die Frau bleibt Mitglied ihres Clans, behält ihren Zunahmen bei und kann jederzeit zu ihrer Familie zurückkehren. Die Frauen sind untereinander solidarisch in der Wahrung ihrer Rechte. Vor dem gambischen staatlichen Gesetz sind die Frauen gleichberechtigt und erhalten gleichen Lohn wie die Männer für die gleiche Arbeit. Die Frauen sind relativ frei und unabhängig, was aber durch die Zivilisation in Zukunft in Frage gestellt werden kann.

 

 

Die Kinder

 

 

 

Die Kinder sind integriert in die Familien, wo sie liebevoll umsorgt werden. Aber sie  haben auch  mit zunehmendem  Alter wachsende Aufgaben zu erfüllen. Obwohl die Regierung die Schulpflicht anstrebt, kann nicht jedes Kind in die Schule gehen. Zum einen, weil die Familie auf ihre Unterstützung angewiesen ist, zum anderen weil die nächste Schule viele Kilometer vom Dorf entfernt ist, um zu Fuß dorthin gehen zu können.
Besonders in den Städten und Touristenzentren führt das energische Modernisierungsbestreben in The Gambia neben wirtschaftlichem Aufschwung leider auch dazu, dass die traditionellen Großfamilien zerfallen. Hauptleidtragende sind, als schwächstes Mitglied der Gesellschaft, die Kinder, die immer häufiger auf der Straße landen.